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  © 2019 by Alois Zimmermann                                                   | Kontakt | Impressum | Updates | Ausblick |   

Die Geheimnisse in der Achse

Ich kenne jetzt wohl die geniale Mechanik des Unwuchtsystems und befinde mich in etwa dort wo Bessler fast verzweifelte, wo es aber dann auch nicht mehr lange dauerte bis sich der Erfolg einstellte.
Auf Seite 39 seiner Apologischen Poësie schreibt er dazu:

„Und da das Rad nun lauffen solte/
Stunds stille/ wenn ich gleich nicht wolte;
...
Ich saß/ ich las'/ ich gieng/ ich lag/
Ich speculirte Nacht und Tag/
Es wolte mir kein Essen schmecken/
Viel Ding thät noch im Kopffe stecken/”

Diese Symptome kenne ich gut. Wie also weitermachen? Wie hat Bessler weitergemacht?
Es ist überliefert, dass er dann das Geheimnis in der Achse gefunden hat.
Meine weiteren Gedanken und Simulationen haben gezeigt, dass es eigentlich zwei Geheimnisse waren:

Geheimnis Nr.: 1  wird gleich auf der nächsten Seite beschrieben.
Es wird auch einen Ansatz geben, den physikalisch undenkbaren Satz Besslers aufzulösen:
„Wenn ein Pfund ein Viertel fällt,
es vier Pfund vier Viertel hoch schnellt.”


Geheimnis Nr.: 2  wird später aufgelöst, unter dem Button Der Drehpunkt
Es wird uns aufzeigen wie das Bessler-Rad die Energie aus der Schwerkraft generiert.

Zuerst einmal müssen wir erkennen, was Bessler als „Achse” bezeichnet hat. Es ist nicht die Welle mit den Auflagezapfen, sondern eine Art Rohr um diese Welle herum, das auf beiden Seiten aus der Rad-Scheibe herausragt. Dieses Rohr hat auf jeder Seite eine Länge von etwa 70 cm. Bei den großen Rädern waren auf der einen Seite die Zapfen für das Stampfwerk angebracht und die andere Seite diente zum Hochziehen von Gewichten indem darum ein Seil aufgewickelt werden konnte. Für mich gibt es auch keinen Grund anzunehmen, dass die kleinen Räder nicht auch zumindestens ein solches Achs-Rohr angebaut hatten. Darin sollte doch Platz sein ein Geheimnis zu verstecken.
Damit komme ich zu der Frage: Hat Bessler evtl. das Innere dieser „Achse” einmal dargestellt?
Es gibt tatsächlich mehrere ähnliche Bilder davon, das interessanteste ist wohl MT 69.

Bild MT69 Diese Abbildung zeigt mir grob gegliedert drei Aspekte:
- die Zahl 69
- ein Hebelwerk im Inneren der „Achse”
- und eine hydraulische Unwuchterzeugung.

Allein schon die Darstellung der Zahl 69 lässt vermuten, dass da mehr dahinter steckt. Sieht nicht das „Yin-Yang”-Symbol ähnlich aus?
Und „6 + 9 = 15” - gehen da nicht alle Alarmglocken an?

Dann die Hebel in der Achse, was ist daran besonders?
ab einem bestimmten Drehwinkel können sie fallen und Kraft ausüben und auf sie wirkt kaum Fliehkraft!

Und drittens wirken diese fliehkraftfreien Hebel/Gewichte auf das Unwuchtsystem ein.

Pahhh... kaum zu glauben, was man in so einem kleinen Bild verstecken kann!

Doch was genau will uns Bessler mit diesem Bild sagen. Ich sehe erstmal drei Möglichkeiten:
- in der Achse liegen tatsächlich zwei Hebel. Die Form der Aufhängung bestimmt, wann sie fallen
- die zwei Hebel können zu einem zusammengefasst werden. Wichtig ist nur, dass kaum Fliehkraft wirkt
- die Form der Gewichte könnte evtl. auch die Welle verschieben

Hier ein paar Bilder zu meinen Simulations-Ansätzen:

Achse_2L3z Achse_20L2z Achse_7L1z

Auch wenn Besslers Darstellung der Zahl 69 eher für die erste Version spricht, habe ich mal die mittlere
genommen und in mein Unwuchtsystem eingebaut.

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