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Das Abroll-System

In der Literatur über Bessler gibt es Berichte von Rollgeräuschen, die man aus dem Inneren der ersten Räder hören konnte. Johann Christian Wolff - Professor für Mathematik, der eine Vorführung von Bessler mitverfolgte - schrieb einen Brief an Gottfried Wilhelm Leibnitz, einen der bedeutendsten Gelehrten dieser Zeit und bis heute.
Darin können wir lesen:
„Einige dieser Gewichte, die er in ein Tuch eingehüllt hatte, ließ er uns in die Hand nehmen, um ihr Gewicht zu schätzen. Jedes wog etwa vier Pfund und hatte eindeutig eine zylindrische Form.”
Bei meinen Versuchen verwendete ich Eisenscheiben mit ca. 10 cm Durchmesser und 12 mm Stärke. Diese laufen problemlos in entsprechenden Käfigen und man kann sie durchaus als zylindrisch bezeichnen.

Und weiter im Brief von Herrn Wolff:
„Während das Rad sich drehte, konnte man deutlich hören, wie die Gewichte gegen hölzerne Wände stießen. Durch einen Schlitz konnte ich diese Wände sehen. Sie waren leicht geschwungen.”
Einen harten Aufprall hat Bessler sicher vermieden, da geht eigentlich immer Energie verloren. Aber man könnte das Einrasten der Rollen in die äußeren Ruhemulden gehört haben in denen diese dann etwa eine Viertel Raddrehung verweilen sollten (siehe Animation links). Und die geschwungenen Wände könnten die Kurvenbahnen an den Federarmen gewesen sein.

Die Animation zeigt wie die Rollen in den Käfigen laufen und dabei genau einmal pro Umdrehung nach außen und nach innen kommen. Da Algodoo keine Blattfedern simulieren kann, habe ich dazu ein „Ersatzschaltbild” aus Hebel und zwei Schraubenfedern benutzt.
Im rechten Bild wieder die Positionen der Arbeitsmassen im Abstand von je 15 Grad Raddrehung.

GIF-Bild Rollen in Federarmen Kurve der Arbeitsmassen

Wie man aus dem rechten Bild erkennen kann ist diese Ausführung wohl noch nicht von sich aus lauffähig. Trotzdem hat mich der Prototyp ganz besonders überrascht. Von Hand beschleunigt auf ca. 22 U/min lief das Rad erstaunlich ruhig einige Umdrehungen weiter bis es bei etwa 18 U/min so langsam war, dass die Rollen nicht mehr „rund” liefen und Rollen und Federarme in chaotische Bewegungen übergingen.

Mit der richtigen Abstimmung der Massen, Kurvenbahnen und Federkräfte sind aber durchaus noch wesentliche Verbesserungen möglich. Und dann hat Bessler ja nicht nur zwei Arme verbaut, sondern mehrere „Kreuze”.
Ich gehe aktuell davon aus, dass die ersten zwei Räder von Bessler dieses System nutzten. Sie hatten acht oder zwölf Arme und einen Bremspendel im Zentrum, damit sie nicht „durchgingen”, also zu schnell wurden.

Und jetzt noch der Service für alle, die selbst mit Algodoo optimieren wollen.

Algodoo Abroll_3

Download der obigen Algodoo-Szene hier oder durch klicken auf das Bild.

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