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Impulsaustausch - ein Geben und Empfangen

Diese Seite zeigt eine einfache Interaktion zwischen einem äußeren Unwuchtsystem und einem inneren Pendelsystem (inneres Pendelsystem deshalb, weil bei Bessler die Pendel im Zentrum sehr kurz sind und dadurch schnell schwingen. Zur langsamen Darstellung sind die Pendel hier länger). Auch wenn diese Anordnung nicht zu einem selbstlaufenden Rad führt stellt sie sehr einfach dar, wie das mit dem Impuls- oder Energieaustausch aussehen kann. Es ist ein harmonisches Geben und Empfangen.

Animation Rad1Pend_30 Ein Pendel gibt per Ratsche dem Rad einen Energieimpuls zur Aufrechterhaltung der Drehzahl. Danach muss er natürlich wieder angehoben werden, damit er nach seinem freien Rückschwung die Ausgangsstellung einnehmen kann. Die notwendige Energie bekommt er über die Trägheit des Rades indem er eine Rolle des Unwuchtsystems anhebt und auf eine engere Bahn um das Zentrum bringt -
eine win-win-Situation.

Das Ganze funktioniert aber nur bei einer bestimmten Drehzahl. Alle Elemente, z.B. Länge der Pendel, Gewichte usw. müssen aufeinander abgestimmt sein. Durch zwei gegenläufige Pendel gibt es weniger Vibration und auch die Rollen des Unwuchtsystems können verdoppelt werden.

Die komplexeren Bessler-Räder mussten sich zudem an verschiedene Belastungssituationen anpassen können, die Resonanzabstimmung wurde dauernd nachgestellt
- Stichwort kontrollierte Resonanz.

All diese genialen Errungenschaften Besslers zu rekonstruieren wird wohl noch eine Weile dauern.

Für mich aber ist es immer wieder schön, wenn ich meine Erkenntnisse in den Maschinentractaten von Bessler wiederfinde. So hatte ich beim ersten Lauf der obigen Animation sofort MT13 im Kopf und die Gemeinsamkeiten sind auch kaum zu übersehen:
- zwei Systeme, die sich gegenseitig anregen
- ein Pendel (+ Spiegelbild = zwei gegenläufige Pendel)
- heben des Pendels durch ideale Verlagerung im Unwuchtsystem
- und wohl die mit A angedeutete Ratschenfunktion in der Pendelstange


Für den interessierten Leser hier noch die Zeichnung Nummer 13 aus Besslers Büchlein Maschinentractate,
mit meiner „Übersetzung”:

MT13    No: 13. Ist eine neue Gewichts=
   Invention, wobei keine Riemen
   oder Kette,sondern jedes Gewicht
   besonders und frei, nur daß
   es inwendig einen Armen
   im Winkel hat, bei C.
   Und an der Walze hänget eine
   Figur     welche unten ein
   Gewicht in halber Mondes=Form
   und oben bei B ein Rädgen
   hat, über welches die Armen
   C streichen und sich um D
   auf heben sollen. Diese
   Invention wäre gar gut zum
   laufen, wenn nicht so viel Frictio,
   oder jemand vorhanden wäre,
   der das Gewicht oben bei D
   immer wie der Blitz aufhübe

... und hier die Algodoo-Datei zum download.
Die beiden Ratschen benutzen die bekannte „Software-Ratsche”.
Man kann sie anzeigen indem man die Drehachse rechts anklickt und dann auf scriptmenü geht.

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