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Zwei Systeme in einem Rad

Rad mit zwei Systemen Wie schon ganz am Anfang erwähnt besteht ein Bessler-Rad aus der Kombination von zwei schwingenden Systemen. Das innere haben wir erstmal abgeschlossen, jetzt kommt noch das äußere. Hier brauchen wir eine Mechanik, die dem Rad eine Unwucht verleihen kann mit Gewichten und Hebeln, die beim Weiter- drehen diese Unwucht immer wieder neu herstellen. Im Bild sind diese Gewichte als blaue Punkte dargestellt. Das Rad wäre somit auf der rechten Seite schwerer als auf der linken und würde sich im Uhrzeigersinn drehen.
Kommt einem da nicht sofort MT13 in den Sinn? Es zeigt sowohl zwei Systeme wie auch das Pendel in einer Dartsellung - und sogar die Interaktion der Systeme. Die spiegelbildliche Darstellung unterstreicht die Wichtigkeit.
Ein paar Verse in Besslers Buch Poetische Apologie auf Seite 88 geben uns auch dieses Bild wieder:

    So lang' Matery hält und wäret/
    So lang es von sich selbst rum fähret/
    Auf einer Seit' ists schwer und voll/
    Auf jener leer und leicht( wies sol/)


Zur Unwuchterzeugung benutzte Bessler mindestens zwei verschiedene Prinzipien. Die beiden ersten Räder, die nur in eine Richtung laufen konnten, hatten wohl mit Seilen verbundene Hebel mit Gewichten dran, die an der Aussenwand aufsetzen oder zum Rad-Zentrum geklappt werden konnten. Die großen Räder hatten wahrscheinlich Zahnräder mit exzentrisch angebrachten Gewichten.

Um die Unwucht aufrecht zu erhalten muss das Gewicht nach der 6-Uhr-Position zum Zentrum hin angehoben und gleichzeitig das obere von 12-Uhr angehoben und nach aussen zum Radumfang gelenkt werden. In seiner Apologischen Poesie schrieb Bessler dazu auf Seite 81:

    Wills auch noch hier /zwar kurz beschreiben:
    Nemlich ein Kunst-Werk muß sich treiben
    Von vielen sondern Stücken Bley/
    Der sind nun immer zwey und zwey/
    Nimmt ein Ding äusserlich die Stelle/
    So fährt das andre an die Welle/

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