Logo

Startseite
Motivation
Bessler
Bekannte Räder
Überlegungen
Das Pendel
Die Ratsche
Der Motus
Das System innen
Zwei in einem
Das kleine Rad
Das große Rad
Die Steuerung
Die Achse
Simulation
Links

 

Titelgrafik

  © 2018 by Alois Zimmermann                                                   | Kontakt | Impressum | Updates | Ausblick |   

Die Ratsche

In seinen Büchern und auch in den Maschinentractaten erwähnt Bessler oft den Begriff „primum movens” ohne ihn genauer zu erklären. Übersetzen könnte man ihn mit „das zuerst (sich) bewegende”. Man liest auch „Erster Beweger” und könnte es evtl. auch als „Anreger” bezeichnen.

Was könnte Bessler damit gemeint haben ?
Wir wissen, dass die ersten Räder von selbst angefangen haben zu laufen, wenn ein Bremsriegel entfernt wurde. Irgend etwas im Rad musste also eine Unwucht aufrecht erhalten und das bei beliebig langen Standzeiten.

Ist das primum movens ein Bauteil ?      ... oder könnte es auch ein System sein ?

Ich bin der Meinung es ist ein System mit einem Pendel und einer Ratsche in der Pendelaufhängung als Grundkomponenten. Die Ratsche lässt das Pendel nur in eine Richtung frei schwingen, in der anderen Richtung nimmt es entweder die Welle mit oder es bleibt ausgelenkt stehen. Ausführlich dargestellt hat Bessler die Ratsche in MT51 (Maschinentractate Dartstellung 51).

Wenn man dann mehrere solcher Pendel/Ratschen-Einheiten auf der „Ratschenwelle” annimmt, siehe MT55, klärt sich die Sache schnell auf. Ist das Rad in Betrieb, so schwingen die Pendel lustig hin und her. Wird es dann abgebremst und zum Stillstand gebracht, bleibt mindestens ein Pendel ausgelenkt. Wird dann die Bremse wieder gelöst, so gibt mindestens ein Pendel die Anfangsenergie (primum movens) und das Rad läuft los.

Im Betrieb sind die Ratschenpendel noch viel wichtiger. Hier haben sie die Aufgabe der Ratschenwelle genau dann einen Drehimpuls mitzugeben, wenn es zum Verschieben der Gewichte - also zur Unwuchterzeugung - Energie braucht. Das Rad besteht ja aus zwei schwingenden Systemen und es herrscht ein dauerndes Geben und Nehmen von Energieimpulsen.

Wichtig ist dabei, dass die Winkelgeschwindigkeit des Pendels genau dann etwas größer ist als die des Rades, wenn es die Welle beschleunigen soll. Dieser Aspekt ist wesentlich und evtl. bei den kleinen Rädern anders gelöst als bei den großen.

nächste Seite

   

nach oben zum Seitenanfang