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  © 2018 by Alois Zimmermann                                                   | Kontakt | Impressum | Updates | Ausblick |   

Die Achse mit Stampfwerk

Wir wissen inzwischen, dass Bessler manches bewusst einfacher aussehen ließ als es wirklich war - das betrifft auch die Achse des Rades. Die großen Räder haben beidseits Achsen mit etwa 20 cm Durchmesser bis diese in die eigentlichen Auflagezapfen münden. Eine Seite diente Bessler dazu mit einem Seil, das sich darumwickelte Gewichte hochzuziehen, also zur Demonstration der Arbeitsleistung. Auf der anderen Seite installierte er ein Stampfwerk und zeigte damit wieder vordergründig, dass man damit mahlen oder etwas zerstoßen konnte, so wie er es auch in den Schriften beschrieb. Das war aber nur Ablenkung. In der Achse verbargen sich wichtige Funktionseinheiten, die unbedingt notwendig waren.
Bis jetzt wissen wir noch nicht wie die Ratschenwelle angehoben und der richtige Winkel zum Motus eingestellt wurde. Das machen wohl ausgeklügelte Hebelformen in der Achse mit Hilfe des Stampfwerks. Das ist zwar wieder nur eine Funktion der Achse, aber die soll hier kurz skizziert werden.

in der Achse

Die Abbildung zeigt eine Simulation, die unter dem Button Simulation auch heruntergeladen werden kann. Wir sehen, dass die Zapfen, die die Stampfen heben, nicht fest mit der Achse verbunden sind, sie haben ein Gelenk und können sich geringfügig bewegen. Die Simulation zeigt das etwas übertrieben, da hier die inneren Formen noch nicht optimiert sind. Dreht sich also die Achse im Uhrzeigersinn, so greift immer wieder ein Zapfen in einen Stampfen ein und hebt ihn hoch. Die Kraft auf den Zapfen wird vom Gelenk so umgelenkt, dass die Welle (rot) immer wieder angehoben wird und über der Radwelle bleibt. Vom Motus her wissen wir aber, dass die Ratschenwelle etwa 45 Grad nach links unten ausgerichtet sein soll. Das macht dann eine einfache Kröpfung bzw. Kurbel. Und nicht nur der Winkel ist wichtig, auch die Bewegung, bzw. Kraft-Weiterleitung vom Stampfen zum Motus - genau zum richtigen Zeitpunkt.

Stern zerteilt Zum besseren Verständnis ist hier ein Teil herausgenommen und vergrößert dargestellt. Man sieht, dass der blaue Zapfen den Stampfen hebt und dabei in der Achse über seinen Ring die rote Welle hochhebt und oben hält. Der grüne Zapfen ist noch unbelastet.
zusammengesetzt Im zweiten Bild ist die Funktion des blauen Zapfens bald beendet, aber der grüne ist schon bereit und beginnt seinen Stampfen zu heben und bald wird er die rote Welle oben halten.
verbundene Zahnräder Im dritten Bild liegt die Welle allein im Ring des grünen Zapfens und von unten macht sich schon der nächste bereit. Das ist der Zeitpunkt, wo beim Motus der Zapfen der Mitnehmerscheibe aufsetzt und das Rad beschleunigt werden muss, weil jetzt auch ein Balken gebremst wird und die Unwuchten ein- und ausschwingen. Der Stampfen, der also langsam von der Trägheit des Rades gehoben wird kann damit impulsartig Energie für das Ein- und Ausschwingen der Unwuchten bereitstellen.
Sind diese Abläufe oder die einzelnen Gewichte nicht genau abgestimmt, dann läuft das Rad nicht „rund”, sondern es „hüpft”, wie es auch von einer Inbetriebnahme berichtet wurde.

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